Ministrantenwallfahrt nach Rom
31.07.2010 bis 07.08.2010
Am 31. Juli bin ich mit sechs anderen Messdienern aus St.
Blasius und Thorsten (unserem Gruppenleiter) – und mit knapp 500 Ministranten
allein aus dem Bistum Fulda nach Rom gefahren! Wir sind abends so um 19.00 Uhr
mit Reisebussen losgefahren. Die meisten konnten wahrscheinlich nicht so viel
schlafen, weil wir sogar nachts um 2.00 Uhr aus dem Bus mussten, da wir wegen
der Sicherheits-Vorschriften nicht alleine im Bus bleiben durften. Trotzdem war
allein die Fahrt schon schön – und lustig!
Als wir dann zur Mittagszeit (unser Bus war der erste,
andere kamen teilweise mit mehreren Stunden Verspätung) am Campingplatz
ankamen, wurden wir unseren Bungalows und Chalets zugewiesen. Die drei Jungs
bekamen einen Bungalow. Wir vier Mädchen teilten uns mit einer 18-Jährigen aus
einer anderen Pfarrei ein Chalet, in dem wir auch kochen konnten. Thorsten
teilte sich mit zwei anderen Betreuern einen Bungalow. Falls ihr denkt, dass
alle 50.000 Messdiener auf diesem Campingplatz untergebracht wurden, kann ich
euch beruhigen. Manche wohnten in dieser Woche in Hotels oder wie wir auf einem
Campingplatz.
Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, fuhren wir mit
ganz normalen Stadtbussen bzw. mit der Metro (U-Bahn) nach Rom und haben uns
schon ein paar Kirchen (von denen es sehr viele gibt) angeschaut. Abends haben
wir dann unsere Lunchpakete gegessen, die wir nach der Anreise (sowie morgens
auch an den anderen Tagen) bekommen hatten. Wir konnten jeden Morgen immer von
6.00 – 8.00 Uhr frühstücken. Deswegen mussten wir teilweise um 6.00 Uhr oder
noch früher aufstehen. Aber keiner von uns war abends müde. Außer Sophia, die
jeden Abend um 23:00 Uhr ins Bett ging. Auch Julian und Patrick, waren an dem
einen Tag, an dem wir bis 23.00 Uhr in Rom waren, sehr müde und haben sich ins
Bett gelegt und sind sofort eingeschlafen. (Jungs sind echt süß, wenn sie
schlafen!)
Wir waren alle schon am ersten Tag von Rom beeindruckt und
uns einig, dass egal, ob man jetzt Geschichte mag, oder nicht, es sehr schön
wird! Denn es ist für jeden etwas dabei!
In den nächsten Tagen schauten wir uns den Petersdom (mit
Kuppel ca. 550 Stufen), den Vatikan, eine Katakombe, weitere Kirchen und vieles
mehr an.
Die Kirchen waren sehr groß, mit Gold verziert und
geschmückt. Manche von uns haben nach einem Besuch einer Kirche eine
Wasserschlacht mitten auf einem Kreisverkehr gemacht! Wir haben alle
mitgelacht, egal ob wir beteiligt waren oder nicht. – Von diesen
Wasserschlachten gab es nicht nur eine!
Unter anderem sahen wir uns auch das Kolosseum an. Während
Sophia und Thorsten es sich richtig anschauten, waren wir anderen mehr damit
beschäftigt, Fotos von uns selbst (im Hintergrund das Kolosseum) zu machen und
Videos von schlafenden Mädchen zu drehen, als dass wir uns richtig umschauten.
– Seht ihr?! Es ist für jeden etwas dabei.
Natürlich waren wir auch bei einer Papstaudienz (mit knapp
50.000 Ministranten und Betreuern) und einer gemeinsamen Eröffnungsfeier. Bei
beiden Feiern saßen wir entweder auf der Tribüne oder irgendwo in den ersten
zehn Reihen. Der Papst kam nur zur Audienz, dafür war sein Auftritt aber umso „cooler“.
Er kam nämlich mit einem Helikopter und fuhr dann mit seinem Papamobil auf die
Bühne.
Außerdem waren wir auch in Ostia am Strand. Obwohl das
Wasser sehr, sehr salzig war, hatten wir unseren Spaß. Denn wir schwammen zu
einer Sandbank (eine Erhöhung im Meer, auf der man stehen kann), wo uns die
Wellen entgegen schlugen und wo wir so richtig Salzwasser in das Gesicht
bekamen. Ich glaube, dass ich nicht die einzige war, die auf das Salzwasser
hätte verzichten können. Trotzdem war es dort wunderschön!
Nur mit dem Hinkommen war das so eine Sache... Denn eine Frau sagte uns, wir sollen zehn
Minuten in eine bestimmte Richtung laufen. Und, wie lange waren wir unterwegs?!
– Über eine halbe Stunde! Okay, wir hatten Messdiener aus Regensburg getroffen,
die uns sagten, wir sollen bis zu einem gelben Haus laufen. Ja, wir sind bis zu
einem gelben Haus gelaufen. Nur sind wir nicht eingebogen, sondern
weitergelaufen. (Denkt bloß nicht, wir sind dumm!) Zum Glück bekamen alle von
uns kostenlos Red Bull von einem Promotion-Auto, das vor dem gelben Haus stand,
so dass wir doch glücklich am Strand ankamen.
Abends kochten wir uns Nudeln, kauften uns etwas bei
McDonald’s oder wir gingen in die Stadt Pizza essen. Danach spielten wir
entweder „Arschloch“, chillten bei den Jungs im Bungalow oder gingen sogar
einmal zu einer Coverband von AC/DC, die am Pool des Campingplatzes spielte.
Am Freitag gingen Julian, Alexandra, Patrick, Michaela,
Sebastian und ich in die Stadt, bevor wir am Abend wieder nach Fulda
fuhren. In dieser Zeit schauten sich Thorsten und Sophia noch mehr von Rom an.
Die Rückfahrt war auch sehr lustig, obwohl Julian ein
bisschen Fieber hatte. Am Freitagabend fuhren wir nach einem gemeinsamen
Gottesdienst auf dem Campingplatz um 19.00 Uhr nach Hause. Samstagmorgen
frühstückten wir dann gegen 6.00 Uhr bei McDonald’s, bevor wir dann ein paar Stunden später in Fulda ankamen.
Am liebsten würde ich euch noch mehr lustige und natürlich
auch interessante Sachen erzählen, aber ich glaube so langsam tun euch die Augen
weh. Wenn mein Eintrag euch gefallen hat und euer Interesse geweckt ist, könnt
ihr ja in fünf Jahren mitfahren. Vielleicht sehen wir uns dann, denn wir alle
sind uns einig, dass wir nächstes Mal wieder mitfahren.
Ich hoffe, ihr seid jetzt richtig neidisch auf uns (Scherz)!
Eure Louisa
P.S.: In Rom kann man super shoppen! Ich kann es euch nur
empfehlen. Das heißt: 150 Euro (oder mehr) in die Tasche und ab nach Rom – zum
Geld ausgeben. Und natürlich zum Staunen, was die Römer so alles gebaut haben.
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